Hood in Kooperation mit GfSE 5.-8. März 2007 München
6. Requirements Engineering Tagung 2007

Workshop G

Titel des Workshops: Wie nutze ich Use-Cases erfolgreich zur Anforderungsdokumentation? Use-Cases (Anwendungsfälle) im Kontext.

Anspruch des Workshops: Fortgeschrittene

Datum, Uhrzeit und Teilnahmegebühr: 8. März 2007 - 9 Uhr bis 13 Uhr - 299,00 Euro je Teilnehmer incl. Verpflegung und Tagungsunterlagen

Abstract: Use-Cases haben sich seit ihrer Einführung durch Ivar Jacobsen im Umfeld des Anforderungsmanagement etabliert. Leider hat sich jedoch dabei der Begriff "Use-Case" (Anwendungsfall) sehr ausgeweitet. Daher eignet sich heute nicht alles, was unter diesem Begriff geführt wird, um eine gute Anforderungsdokumentation zu erstellen.
Der Workshop führt kurz in das Thema Use-Cases (Anwendungsfälle) ein, um eine gemeinsame Basis für alle Teilnehmer zu schaffen. Dann werden die Vor- und Nachteile von einem Use-Case basierten Ansatz zur Erfassung von Anforderungen erarbeitet. Anhand eines Beispiels und unter Einbindung der Erfahrungen der Workshopteilnehmer wird ein Use-Case Model analysiert, bewertet und überarbeitet.
Anschließend wird der Lebenszyklus eines Use-Cases betrachtet und gemeinsam wird versucht, eine optimale Beschreibungsform zu erarbeiten. Diese Beschreibung geht über den eigentlichen Use-Case hinaus und betrachtet ihn im Kontext der Geschäftsobjekte (Domain Modell) und ihrer Lebenszyklen. „Optimal“ ist hierbei definiert durch Kriterien wie geringe Redundanz und Nachvollziehbarkeit, die eine einfache Wartbarkeit mit sich bringen, aber auch auf das Projektumfeld abgestimmt sein müssen. Nur mit einer wartbaren Anforderungsdokumentation kann man im heutigen Projektumfeld schnell genug reagieren.
Dann haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das Gelernte in einer Gruppenübung umzusetzen. Im Abschluss werden noch einige mögliche Fallen aufgezeigt, die man vermeiden sollte, wenn man Use-Cases in größeren Projekten nutzen möchte.
Fazit: Use-Cases stellen ein sehr mächtiges Mittel dar, um Anforderungen zu erfassen, insbesondere dann, wenn man ihre Vor- und Nachteile kennt und sie im Kontext der gesamten Anforderungsdokumentation sieht. Auch hier gilt: „Form follows function“.

Der Referent:

Thomas Behrens ist CTO und leitet den Bereich Anforderungsmanagement für Alpheus (www.alpheus.com). Mit Use-Cases (Anwendungsfällen) beschäftigt sich Herr Behrens seit Mitte der 90er Jahre. Seitdem hat er mehrere große Projekte im Bereich Anforderungsmanagement im Umfeld der Mobilkommunikation und des Investment Banking aufgesetzt und geleitet. Neben der Ausführung von Tätigkeiten im Requirements Engineering hat er auch Unternehmen in der Etablierung von Prozessen und Teams im Bereich Requirements Engineering beraten und diese durch Training und Mentoring begleitet. Seit seinem Abschluss als Diplom-Informatiker hat Herr Behrens mehr als 15 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Rollen in der Softwareentwicklung gesammelt.

Vortragsweise: Vortrag mit Gruppendiskussion und praktischen Übungen

Agenda des Workshops:

09:00-09:20

Begrüßung und Kennenlernen (Austausch in der Gruppe über Erfahrungen, Hintergrund, Interessen, Erwartungen) [20 min]

09:20-09:50

Use-Cases: Wann und wann nicht? (Vortrag): [30 min]

09:50-10:00

Einführung in das Beispiel [10 min]

10:00-10:30

1. Übung: Strukturierung eines Use-Case Models (Gruppenübung zur Erarbeitung von Bewertungsfragen) [30 min]

10:30-11:00

Lebenszyklus eines Use-Cases (Vortrag) [30 min]

11:00-11:15

Pause [15 min]

11:15-12:05

2. Übung: Use-Case Gliederung und Detaillierung (in Teams von 2-3 Teilnehmern) [50 min]

12:05-12:35

Auswertung der Übung mit Problemanalyse und Lösungsmöglichkeiten (strukturierte Diskussion) [30 min]

12:35-12:50

Zusammenfassung, Ausblick (Vortrag) [15 min]

12:50-13:00

Feedback und Verabschiedung [10 min]

Wer an dem Workshop teilnehmen sollte: Personen, die mit dem Erfassen, Organisieren und Dokumentieren, von Anforderungen mit einem "Use-Case orientierten" Ansatz beschäftigt sind oder diesen umsetzen müssen.

Lernziele des Workshops:

  • Kenntnis der Auswahlkriterien für Use-Cases als geeignete Beschreibungsform von Anforderungen.
  • Grundfertigkeiten in der richtigen Strukturierung des Use-Case Models.
  • Verständnis des Lebenszyklus eines Use-Cases und seiner Beschreibung in den verschiedenen Zuständen.
  • Kenntnisse der Bestandteile einer vollständigen und wartbaren Use-Case Dokumentation.

Welche Voraussetzungen der Teilnehmer mitbringen muss:

  • Grundkenntnisse über Use-Cases – entweder durch erste eigene Erfahrungen oder theoretisch erworben.
  • Grundkenntnisse in der UML.

(Literaturreferenzen werden auch gerne vom Referenten vorab zur Verfügung gestellt)

Zurück zur Workshopübersicht

Zur Buchung des Workshops.